Erleben Sie den Viadukt von Millau nächsten Sommer
Der Millau-Viadukt (frz. „le Viaduc de Millau") ist eine Schrägseil-Straßenbrücke, die das Tal des Flusses Tarn in Millau überquert
Der Millau-Viadukt (frz. „le Viaduc de Millau”) ist eine Schrägseil-Straßenbrücke, die das Tal des Flusses Tarn in Millau im Süden Frankreichs überquert. Wie im Michelin-Führer geschrieben steht, ist der Viadukt ‚die Reise wert‘. Eröffnet am 14. Dezember 2004, ist der Millau-Viadukt das Ergebnis britischen Designs und französischer Ingenieurskunst, die ein hoches Beispiel der Brachenkunst setzt.
Entworfen vom französischen Bauingenieur Michel Virlogeux und dem britischen Architekten Norman Foster ist er die höchste Brücke der Welt, wobei die Spitze eines Mastes 343,0 Meter über dem Sockel der Struktur liegt – also höher als der Eiffelturm. Der Viadukt ist Teil der Autobahn A75-A71 von Paris nach Montpellier. Seine Baukosten betrugen etwa 400 Millionen Euro (320 Millionen Pfund). Im Jahr 2006 erhielt die Brücke die Auszeichnung für die bemerkenswerteste Struktur. Starke Verkehrsprobleme auf der Straße von Paris nach Spanien erforderten den Bau der Brücke über das Tal in der Nähe der Stadt Millau, insbesondere während der Sommermonate mit dem Urlaubsverkehr. Die ersten Gespräche wurden in den späten 80er Jahren geführt, und im Oktober 1991 wurde entschieden, eine hohe Überquerung des Tarn durch eine besondere Konstruktion zu bauen. Im Juni 2000 wurde der Wettbewerb für den Bau ausgeschrieben; es dauerte nur 3 Jahre, ihn zu bauen.
In den letzten Jahren ist die Brücke zu einem architektonischen Triumph und einem technischen Erfolg geworden, ausgearbeitet von den britischen Architekten Foster and Partners, dem französischen Bauingenieur Michel Virlogeux und dem französischen Baukonsortium Eiffage, das, wie der Name schon sagt, bereits seine Abstammung mit dem Bau des Eiffelturms und der Oper von Sydney verbindet.
Bis Sie den Millau-Viadukt tatsächlich besuchen, ist es unmöglich, die enorme Größe zu erfassen. Das Deck der Brücke, das die vier Fahrspuren der Autobahn E11/A75 über das Tal führt, ist zwar nicht das höchste der Welt; aber es ist fast doppelt so hoch wie die bisherigen europäischen Rekordhalter in Österreich und Italien.
Die sieben Pylone der Brücke tragen eine 8-feldrige Stahlstraße mit einer Länge von 8.070 Fuß (das ist mehr als ein Drittel länger als die Champs-Élysées in Paris) und einem Gewicht von etwa 36.000 Tonnen (das Fünffache des Gewichts des Eiffelturms).
Wie beim Eiffelturm sagten viele voraus, der Millau-Viadukt würde ein finanzielles Desaster werden. Im Oktober 2010 hatten fast 27 Millionen Fahrzeuge die Brücke überquert. Der bedeutendste Effekt der Brücke und der Autobahn war bisher, Aufmerksamkeit auf die verborgene und unterschätzte Region Südfrankreichs zu lenken.
Besucher des Viadukts sollten die Brücke auf jeden Fall überqueren; die Mautgebühr für ein Auto beträgt 7,90 Euro im Juli und August sowie 6,10 Euro im restlichen Jahr, die entweder in bar oder mit Kreditkarte bezahlt werden kann. Besucher sollten auch am speziell angelegten Aussichtspunkt Brocuéjouls auf der Nordseite der Schlucht anhalten; suchen Sie nach dem Schild zur Aire du Viaduc de Millau, die von beiden Fahrspuren, sowohl in Richtung Süden als auch Norden, erreichbar ist. Es gibt Informationen darüber, wie der Viadukt gebaut wurde, sowie Maßstabsmodelle der konkurrierenden Entwürfe, die verloren haben, als die Jury von Experten Fosters dramatische Zement- und Stahl-\„Schmetterlings”-Konstruktion wählte. Es gibt auch einen prächtigen Blick auf den Viadukt selbst, der bei bestimmten Wetterbedingungen frei über den Wolken zu schweben scheint, die das Tal darunter ausfüllen.
Jedenfalls ist diese Reise nach Millau, das für seine Staus bekannt war, allein schon wegen des Viadukts eine Reise wert!


